So wurde schon geholfen

Ein tanz- und musiktherapeutisches Angebot für Flüchtlinge vom 27.02.15

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Tag mit tanz- und musiktherapeutischem Angeboten für die Flüchtlinge der Asylbewerberheime Kirchheim und Pfaffengrund am 27.02.2015

Mit bunten Luftballons in der Hand und einem Lächeln auf dem Gesicht kamen elf Kinder und einige Erwachsene zum ersten Flüchtlingstag an der SRH Hochschule Heidelberg, der von den Studiengängen Musik- und Tanztherapie angeboten wurde. Musik, Tanz und Spiel standen im Vordergrund, für die Erwachsenen gab es außerdem die Gelegenheit, sich über die therapeutischen Möglichkeiten zu informieren. Rund 20 Studierende, von denen einige ins Persische, Arabische, Türkische und Kurdische übersetzten, gestalteten eine Wohlfühlatmosphäre zum gemeinsamen Kennenlernen.
Eröffnet wurde das niedrigschwellige Angebot mit einem gemeinsamen Kreistanz. Danach ging es für die Kinder entweder zum Workshop Musik mit Trommeln und aktiver Musiktherapie oder dem Workshop Tanz mit verschiedenen Spielen mit Bällen, Schwungtuch und einem Namenstanz. Die Erwachsenen versuchten sich derweil mit Spaß an weiteren Kreistänzen. So wurde mithilfe von Tanz und Bewegung ein erstes Kennenlernen gestaltet, um die Möglichkeiten der künstlerischen Therapien erlebbar zu machen.

Prof. Dr. Sabine Koch informierte in einem Vortrag über die Therapiemöglichkeiten bei Kriegs- und anderen Traumata, die an der Fakultät gegeben sind. Im anschließenden Gespräch mit den erwachsenen Teilnehmern wurde der Bedarf und die Bedeutung eines solchen Angebots deutlich, für das die Fakultät auf Spendengelder angewiesen ist.
Mit strahlenden Augen und in bester Stimmung wurde der Tag im Kerzenschein des Lichtertanzes gemeinsam zu Ende gebracht. Alle Beteiligten, ob Besucher oder Helfer, hatten Spaß und waren sich über eine wünschenswerte Wiederholung dieses Angebots einig. Auch Pedram, der einen Musikworkshop leitete: „Man merkt, wie die Kinder Lust haben, zu zeigen was sie können, ohne das Instrument jemals gelernt zu haben. Projekte, die Kindern oder auch Erwachsenen die Möglichkeiten geben, ihre Fähigkeiten zu stärken, sind genau das, was wir brauchen!
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg, der Caritas, der Diakonie, dem Asylarbeitskreis, dem Ausländerrat und der Kapellengemeinde Altstadt.


Willkommensgrüße und Fingerfarben – Initiative „Heidelberg sagt Ja!“ besucht Kinder in der Hardtstraße

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© Alex Schäfer

Kinder buchstabieren durcheinander und laut die Namen von Erwachsenen, die sie gerade erst kennengelernt haben und ziehen sich lachend Müllbeutel mit Kopf- und Armlöchern über, als „Schutzkostüm“, wie sie es nennen. Denn dann wird wie wild gemalt, mit Fingerfarben und Wachsmalstiften. Buntbeschmierte größere und noch sehr kleine Hände strecken sich in die Kamera, die heute zu Gast ist.

Im Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchheimer Hardtstraße treffen sich jeden Freitagabend ehrenamtliche Betreuerinnen des Asylarbeitskreises Heidelberg, um mit den 5- bis 13-Jährigen zu spielen, zu basteln und zu reden.
Viele kommen aus Syrien, aber nicht alle. Was alle miteinander verbindet, ist die deutsche Sprache, die viele von ihnen schon fast perfekt beherrschen. Einige leben ja bereits seit Jahren in Heidelberg. Andere sind erst vor kurzem angekommen. Doch auch die lernen schnell, bestätigen die Gruppenleiterinnen Sarah Reuther und Sissy Geider.
Diese Kinder wachsen nun in einem fremden Land auf. Nach oftm

v.l.n.r. Sissy Geider, Tülay Arslan, Sarah Reuther, Michael Allimadi, Jagoda Marinic, Gudrun Sidrassi-Harth, Peter Moskob, Orietta Angelucci von Bogdandy

Kinder v.l.n.r.: Tamara, Diana, Abdulrahman und Tuka

als wochenlangen Reisen, nach Strapazen und Erlebnissen in internationalen Krisengebieten, scheint Heidelberg für sie aber eine gute Chance zu haben, als neues Zuhause angenommen zu werden.

Die Farben und Plakate, die sie heute Abend erhalten und weitergestalten dürfen, kommen von den Initiatoren von „Heidelberg sagt Ja! – Flüchtlinge willkommen heißen“. Gudrun Sidrassi-Harth, Vorsitzende des Asylarbeitskreises, AMR-Vorstand Michael Allimadi und Jagoda Marinic, Heidelberger Autorin und Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Gründung (IZ i. G.) gehören zu den Erstunterzeichnern der Initiative. Sie setzen sich mit inzwischen über 300 weiteren Heidelbergerinnen und Heidelbergern – vor allem über die Homepage www.hdsagtja.de – für einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in der Politik und in der Gesellschaft ein.
Mit Orietta Angelucci von Bogdandy vom Asylarbeitskreis und Peter Moskob von der Caritas wurde die Aktion am Freitagabend geplant. Auf großen Bannern mit einer Auswahl der vielen Willkommensgrüße, die online eingestellt wurden, malten die Kinder nun alles, was ihnen den Kopf kam und was sie mit „Willkommen-Sein“ verbinden – die Flaggen ihrer Heimatländer, Schwarz-Rot-Gold, Sonnen und Schmetterlinge. Und jede Menge Hände.

 

© Alex Schäfer

v.l.n.r. Sissy Geider, Tülay Arslan, Sarah Reuther, Michael Allimadi, Jagoda Marinic, Gudrun Sidrassi-Harth, Peter Moskob, Orietta Angelucci von Bogdandy

Die Initiative, zu deren Erstunterzeichnern auch Theaterintendant Holger Schule, Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Dekanin der Evangelischen Kirche, ihr katholischer Amtskollege Dr. Joachim Dauer oder Professor Guido Adler vom Uniklinikum gehören ,gründete sich zu einer Zeit, in der sehr viele Flüchtlinge sehr spontan nach Heidelberg kamen, um vorübergehend in den Patton Barracks unterzukommen. Doch der Blick und die Unterstützung soll auch auf jene gelenkt werden, die schon länger in unserer Gesellschaft leben oder bald dauerhaft nach Heidelberg kommen werden.

„So viele Heidelberger zeigten sich solidarisch und sehr hilfsbereit mit den Flüchtlingen, die in den letzten Wochen in die Stadt kamen“, sagte Jagoda Marinic. Auch im IZ i. G. habe man das gemerkt, viele Anfragen seien dort reingekommen. „Die Leute wollen helfen. Einige finanziell oder durch Sachspenden. Viele, auch viele Vereine, möchten Freizeitangebote organisieren. Allererster Ansprechpartner für solche Überlegungen sind da natürlich der Asylarbeitskreis, die Diakonie und die Caritas.“
Die gestalteten Plakate hängen jetzt übrigens im IZ i. G. im Landfriedkomplex. In der Hardtstraße ist für sie leider einfach kein Platz.


 

xundlachen e.V. Klinikclowns im Rhein-Neckar-Kreis vom 16.10.2014

Gestern war ein sehr schöner und intensiver Tag für Anton und Pauso. Vormittags in St. Annastifts-krankenhaus Ludwigshafen und nach einer Pause waren Pauso und Anton bei den Flüchtlingen in den Heidelberger Patton Barracks. Die kleinen und auch die großen Menschen hatten viel Spaß mit den beiden Clowns, und es soll nicht der letzte Besuch bleiben.

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 Leander Senghas gibt Deutschunterricht

Leander Senghas wollte sich  nützlich machen und unterrichtet nun an drei Tagen die Woche zwei Stunden lang Deutsch. Er hilft einfach, wie er kann. Er bringt vor allem den Kindern grundlegende Begriffe im Deutschen bei.

http://www.rnz.de//heidelberg/00_20141011060000_110765110-Patton-Barracks-Von-den-ersten-Fluechtlingen-i.html#ad-image-0


Aufnahme einer Familie durch Mirjam Gerwig-Franz

„[Wir] haben uns entschieden ein Ehepaar aus Syrien in unserem privaten Haushalt aufzunehmen. Die Frau erwartet ein Baby. Wir begleiten sie als Familie. wir freuen uns, wenn wir uns in manchen Fragen an Sie wenden können. Es ist eine Bereicherung für uns alle tolle Menschen aus dem Nahen Osten kennen zu lernen.“


Bericht der Spendenübergabe der SG Heidelberg-Kircheim vom 28.09.

K1024_Bild1_TSGKEine nicht geahnte Spendenfreude kam auf den SG Heidelberg-Kirchheim zu, nachdem Philipp Schmidt nach einem Besuch mit dem Fußballabteilungsleiter Uwe Hollmichel; Marco Deyerling von AIL und Alexandre Chesnais von der SGK einen Aufruf an alle Eltern und Trainer startete. Knapp 400 Schuhe wurden gespendet, Decken, warme Kleidung aller Altersklassen.

Uwe Hollmichel einer der Erstunterzeichner für ein herzliches Willkommen der Kriegsflüchtlinge aus Syrien, wollte es bei den Worten nicht belassen und es folgten Taten. ¨Ein riesen Kompliment vor allem an Philipp Schmidt; Frau Vins und Alexandre Chesnais für die freiwillige Hilfe bei dem Zusammentragen der Spenden“. Uwe Hollmichel weiter: „Wir wollen es nicht dabei belassen. Es müssen sich Projekte mit den Kindern und Jugendlichen anschließen“.

Für einen 24 jährigen junger Mann, dessen Vater im Krieg ums Leben gekommen ist und der mit seiner Cousine über viele Irrwege nach Deutschland flüchtete, will man sich besonders einsetzen. Vielleicht gelingt uns es mit Hilfe der Behörden ihm seinen größten Wunsch zu ermöglichen, sein in Damaskus begonnenes Studium der Informatik fortzusetzen. Ein großes Lob kam von dem 24-jährigen schon mal vorab. „Viele kommen, machen Handshakes, Fotos und gehen wieder. Das ihr Euch so viel Zeit genommen habt auch zu reden, ist Klasse“, so Samer, der uns zum Tee eingeladen hatte um von seiner Flucht zu berichten. Ihm hatte Alex Chesnais von der SGK am späten Nachmittag spontan noch Deutschbücher und Schreibhefte zum Lernen vorbeigebracht. Ein ganz besonderer Wunsch den er am Mittag äußerte, um, wie er sagte etwas Nützliches zu tun.

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Heidelberger Schloßbesichtigung am 24.09.

Franziska Brantner und Theresia Bauer luden Familien aus der aktuellen Flüchtlings-Notunterkunft in den Patton Barracks zur Heidelberger Schloßbesichtigung ein. Per Bus konnten die Kinder mit ihren Familien das Schloß Heidelberg besichtigen.

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Vorm SchlossGruppenbildBlick auf den Philosophenweg